Fahreignungsregister (FAER): Was ändert sich zum 01. Mai 2014?

Das neue Fahreignungsregister (FAER) tritt zum 01. Mai 2014 in Kraft und löst damit das Verkehrszentralregister ab. Das neue Register soll einfacher, transparenter sowie gerechter sein und die Verkehrssicherheit erhöhen.

Doch welche Änderungen erwarten die Autofahrer?

Punkteänderung
Zukünftig wird es nur noch drei Kategorien geben, in denen die Verstöße jeweils mit 1, 2 oder 3 Punkten bewertet werden. Hierbei wird wie folgt unterschieden:

Punktebewertung nach dem FAER

Im Vergleich zum Verkehrszentralregister:

Vergleich der Punktebewertung

Sodann wird es drei Maßnahmenstufen geben:

  • beim Punktestand 1-3 erfolgt lediglich eine Vormerkung ohne weitere Maßnahme
  • beim Punktestand 4-5 (1. Stufe) erhält der Betroffene eine Ermahnung sowie die Information über das Fahreignungs-Punktesystem. Besucht er daraufhin freiwillig ein Fahreinungsseminar, kann er hiermit einen Punkt abbauen
  • beim Punktestand 6-7 (2. Stufe) erfolgt die Verwarnung. Ein Seminar kann freiwillig besucht werden, führt aber nicht zum Punkteabbau
  • bei 8 Punkten oder mehr (3. Stufe) wird der Führerschein eingezogen

Die Umrechnung der Punkte wird wie folgt erfolgen:

Änderung der Punkte


Änderung der Tilgungshemmung
Die Tilgungshemmung wird entfallen. Zukünftig wird ein neuer Verstoß nicht mehr dazu führen, dass eine bereits eingetragene Tat länger bestehen bleibt. Jede einzelne Tat und die dazugehörigen Punkte werden zukünftig nach festen Tilgungsfristen gelöscht. Im Übrigen beginnt die Tilgungsfrist nunmehr einheitlich mit der Rechtskraft der Entscheidung.

Tilgungsfrist nach FAER


Anhebung der Eintragungsgrenze
Zukünftig werden Punkte erst ab einem Bußgeld von 60,00 € statt bisher 40,00 € eingetragen.

Eintragung verkehrsrelevanter Verstöße
Es werden nur Verstöße eingetragen, die verkehrssicherheitsrelevant sind. Verstöße, die keinen direkten Einfluss auf die Verkehrssicherheit haben, bleiben damit außen vor.

Erhöhung der Regelsätze:
Bei folgenden Verstößen (Auszug) werden die Regelsätze angehoben:

  • Winterreifenpflicht: 60,00 €
  • Parken an unübersichtlichen Stellen und Rettungsfahrzeug behindert: 60,00 €
  • Liegen gebliebenes Fahrzeug nicht ausreichend kenntlich gemacht: 60,00 €
  • Falsche Beleuchtung bei Regen, Nebel oder Schneefall: 60,00 €
  • Vorfahrt- oder Rotlichtverstoß: 70,00 €
  • Versäumnis der Frist für die HU von mehr als vier Monaten: 60,00 €
  • Handyverbot: 60,00 €
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